Salahs Ägypten lässt Belgien erzittern, gerettet durch ein Eigentor
An seinem 34. Geburtstag schickte Mohamed Salah Emam Ashour zum Führungstreffer auf die Reise. Doch Romelu Lukaku erzwang kaum eingewechselt nur 28 Sekunden später den Ausgleich. 1:1, und die Pharaonen warten weiterhin auf ihren ersten WM-Sieg.
Es fehlte nicht viel. Beim allerersten in Seattle ausgetragenen WM-Spiel hielt Ägypten, angeführt von einem Mohamed Salah inspiriert an seinem 34. Geburtstag, Belgien lange Zeit Paroli. In Rückstand geraten, verdanken die Roten Teufel ihr Heil allein einem Eigentor, erzwungen von Romelu Lukaku, kaum ins Spiel gekommen. 1:1: ein wertvoller, aber frustrierender Punkt für Pharaonen, die in vier WM-Teilnahmen weiterhin ohne den geringsten Sieg dastehen.
Ashour schlägt ein, Lukaku antwortet in 28 Sekunden
Ägypten zeigte keine Nerven. Nach einer Viertelstunde des Abtastens schlugen die Pharaonen in der 19.. Minute zu: nach einem klaren Zuspiel von Salah, der zentral positioniert war, Emam Ashour drehte sich und jagte einen trockenen Schuss aus zwanzig Metern ins lange Eck von Thibaut Courtois. Mehr noch: Ägypten hätte nachlegen können, doch Mostafa Zico scheiterte an einem überragenden Courtois, während Belgien keinen seiner acht Versuche der ersten Halbzeit aufs Tor brachte.
Kurz nach der Stunde kippte alles. Hatte Kevin De Bruyne bei einem Freistoß noch den Pfosten getroffen, so veränderte die Einwechslung von Romelu Lukaku alles: 28 Sekunden nach dem Betreten des Rasens erzwang der Stürmer ein Eigentor von Mohamed Hany. Belgien drängte anschließend auf den Sieg, biss sich aber an einem überragenden Mostafa Shobeir die Zähne aus, ehe Lukaku den Matchball per Kopf über das Tor setzte.
Ballbesitz: 54% – 46%
xG: 1.35 – 1.08
Schüsse: 15 – 14
Schüsse aufs Tor: 3 – 3 · Ecken: 2 – 7 · Bälle im Strafraum: 31 – 27
Die Roten Teufel gegen Salahs Pharaonen
Auf der einen Seite Belgien: die Roten Teufel, lange getragen von ihrer goldenen Generation und weiterhin angeführt von Kevin De Bruyne, Romelu Lukaku und Thibaut Courtois, nun unter der Leitung von Rudi Garcia. Auf der anderen Seite Ägypten: siebenfacher Afrikameister, zurück bei der WM nach dem Verpassen 2022, angeführt von seinem Star Mohamed Salah und dem Torjäger Omar Marmoush, unter der Ägide einer Legende, Hossam Hassan.
Ein Prestigeduell zur Eröffnung der Gruppe G und zugleich der Auftakt der Geschichte des Weltfußballs in Seattle, das erstmals Gastgeberstadt ist.
Ägyptische Frustration, belgische Erleichterung
Beim Schlusspfiff waren die Gefühle im Vergleich zu den Prognosen vertauscht: Enttäuschung auf ägyptischer Seite, Erleichterung auf belgischer. Die Pharaonen, dominant und gefährlich mit zwei klaren Chancen auf das 2:0, gehen frustriert mit nur einem Punkt nach Hause. Belgien wiederum lieferte eine fahrige Leistung ab: sein Ausgleich, ein Eigentor, beendete eine Durststrecke von 325 Minuten ohne Tor bei einer Weltmeisterschaft, ohne dabei jedoch ein echtes Tor zu erzielen.
Eine Gruppe G von seltener Ungewissheit
Wie zuvor in Gruppe H finden sich die vier Teams der Gruppe G mit je einem Punkt gleichauf: im anderen Spiel boten Iran und Neuseeland in Los Angeles ein spektakuläres 2:2. Alles bleibt offen. Am 2.. Spieltag fordert Belgien den Iran und Ägypten trifft auf Neuseeland, die Gelegenheit für die Pharaonen, endlich diesen ersten WM-Erfolg zu jagen.
| Team | Sp | Tore | GT | Diff | Pkt |
|---|---|---|---|---|---|
| Iran | 1 | 2 | 2 | 0 | 1 |
| Neuseeland | 1 | 2 | 2 | 0 | 1 |
| Belgien | 1 | 1 | 1 | 0 | 1 |
| Ägypten | 1 | 1 | 1 | 0 | 1 |
Ägypten geht mit einem Punkt und einem Gefühl der Unvollendetheit nach Hause; Belgien mit einem Punkt und vielen Fragen. Für die Pharaonen muss der erste WM-Erfolg noch warten, doch das in Seattle aufblitzende Gesicht trägt bereits die Züge eines Versprechens.

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