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WM 2026 · Gruppe B · 1. Spieltag

Katar
Muheim 90+4 ET
1-1
Spielende
Schweiz
Embolo 17' Elfm.

Katar 1:1 Schweiz: Der erste Punkt einer Geschichte

Von Anfang bis Ende dominiert, aber unfähig, das Spiel zu entscheiden, kassierte die Schweiz in der 90.+4. Minute den Ausgleich. Ein historischer Punkt für die Mannen von Julen Lopetegui.

San Francisco Bay Area Stadium, Santa Clara · Samstag, 13. Juni 2026
Katar gegen Schweiz, Weltmeisterschaft 2026

Man musste bis zur 90.+4. Minute warten, doch Katar hält endlich seinen ersten Punkt bei einer Weltmeisterschaft in den Händen. Bei ihrem Auftakt zur WM 2026 erkämpften sich die Mannen von Julen Lopetegui ein 1:1-Unentschieden gegen die Schweiz dank eines Treffers in der Nachspielzeit, am Ende eines Spiels, das sie jedoch über weite Strecken erlitten hatten.

Die Schweizer Dominanz im schlimmsten Moment bestraft

Das Szenario hat alles von einem Albtraum für die Schweizer. Die Schweiz beherrschte das Geschehen sehr früh und ging in der 17. Minute in Führung, als Breel Embolo einen Elfmeter mit kühlem Kopf verwandelte, nach einem Foul von Torhüter Mahmoud Abunada an Remo Freuler.

Die Schweizer Dominanz übersetzte sich anschließend in erdrückende Statistiken, ohne sich jemals auf der Anzeigetafel niederzuschlagen. Murat Yakin und seine Mannen hatten die erste Halbzeit fest im Griff, wobei sich Dan Ndoye vor dem Treffer von Embolo mehrfach gefährlich zeigte, während Michel Aebischer kurz vor der Pause einen auf der Linie geklärten Schuss sah. Katar hatte jedoch die erste Chance des Spiels, als Edmilson Junior nach einem Ausrutscher von Manuel Akanji bereits in der zweiten Minute frei stand, doch der Flügelspieler platzierte seinen Schuss zu nah an Gregor Kobel.

Die zweite Halbzeit war fader, doch die Schweiz häufte die Gelegenheiten an, das Spiel zu entscheiden: 26 Versuche insgesamt, bei einem Expected Goals von 3,24 gegenüber nur 0,76 für die Mannen von Lopetegui. Ein Ungleichgewicht, das verdeutlicht, wie sehr die Punkteteilung einem katarischen Hold-up gleichkommt.

Dann kam die Erlösung. Nach einer Flanke von Homam Ahmed lenkte der Schweizer Einwechselspieler Miro Muheim, unter dem Druck von Boualem Khoukhi, den Ball vor Gregor Kobel ins eigene Tor ab. Offiziell wird das Tor als Eigentor von Muheim verbucht, auch wenn sich viele Blicke auf Khoukhi richteten, der im Zweikampf der Aktion war.

Der VAR im Zentrum der Kontroverse

Wenn das Spiel in Erinnerung bleiben wird, dann auch wegen einer schwerwiegenden technologischen Kontroverse. Die FIFA bestätigte, dass eine technische Panne die normale Nutzung der 3D-Grafik im Zusammenhang mit der halbautomatischen Abseitstechnologie bei der Entscheidung verhindert hatte, die dem Schweizer Elfmeter vorausging.

Der Reibungspunkt

Der von Embolo verwandelte Elfmeter, für ein Foul an Freuler zugesprochen, fiel nach einer Aktion, bei der die Position der Spieler für viel Diskussion sorgte. Die Fernsehübertragung zeigte nicht die übliche 3D-Grafik, was die Frustration der Anhänger und der Experten nährte.

Die Mitteilung der FIFA stellt klar, dass das Problem rasch behoben wurde und dass der VAR-Prozess dem normalen Überprüfungsverfahren folgte. Die Erklärung überzeugte jedoch nicht alle. In der Halbzeit nahm Gary Neville die FIFA auf ITV ins Visier, während Ian Wright die Situation als skandalös bezeichnete.

Ein schuldiger, dann entscheidender Torhüter

Ironie des Schicksals: Der Mann des Spiels ist weder der Schweizer Torschütze noch eine offensive Stütze, sondern der katarische Torhüter. Trotz seines frühen Fouls beim Elfmeter Mahmoud Abunada hielt Katar dank seiner Paraden gegen Vargas und Ndoye am Leben. Beim Schlusspfiff brach er auf dem Rasen zusammen, bevor er sich seinen Teamkollegen anschloss, um dieses historische Ergebnis zu feiern.

Wenn ihr eure Chancen vorne nicht nutzt, fallen sie euch am Ende voll ins Gesicht.
Murat Yakin · Trainer der Schweiz

Eine völlig neu lancierte Gruppe B

Die Punkteteilung hat alle Karten neu gemischt. Die vier Mannschaften der Gruppe B sind nun mit je einem Punkt gleichauf, nachdem sich auch Kanada und Bosnien-Herzegowina neutralisiert hatten. Die Schweiz trifft am Donnerstag auf Bosnien-Herzegowina, während die kanadischen Co-Gastgeber am selben Tag auf Katar warten.

TeamSpUDiffPkt
Katar1101
Schweiz1101
Kanada1101
Bosnien-Herz.1101

Für die Schweizer hat dieses Unentschieden einen bitteren Beigeschmack. Für Katar hingegen wird dieser einzige Punkt als erste Seite der Geschichte eingraviert bleiben.

Im Originalartikel erwähnte Quellen: FIFA, ESPN, Yahoo Sports, Euronews, The Daily Star.
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