Der Irak glaubte an die Sensation, Haaland und Norwegen holten ihn ein
Nach dem 1:1 in der Phase des Aufbäumens musste sich der Irak letztlich einem effizienteren Norwegen geschlagen geben. Ein Doppelpack von Erling Haaland kippte den Abend, ehe Aymen Hussein – erst Torschütze, dann unglücklicher Eigentorschütze – ihn zum Albtraum werden sah. 4:1.
Eine halbe Stunde lang lag der Duft einer Sensation in der Luft. Nach Rückstand hatte der Irak ausgeglichen und ein Norwegen ins Wanken gebracht, das sich schon auf der Siegerstraße wähnte. Doch in Foxborough setzte sich die Effizienz durch: Getragen von einem Doppelpack vonErling Haaland und Treffern von Leo Ostigård sowie einem unglücklichen Eigentor, setzt sich die Mannschaft von Ståle Solbakken mit 4:1 durch und startet ideal in ihr Turnier. Für den Irak hinterlässt der Auftakt einen bitteren Beigeschmack, ganz im Maß der Reue.
Haaland trifft, Hussein antwortet
Norwegen ging in der 29.. Minute in Führung, wie selbstverständlich: in die Tiefe geschickt von David Wolfe, Erling Haaland nahm den Ball im Strafraum an und jagte ihn in den rechten Winkel, ohne Jalal Hassan die geringste Chance zu lassen. Doch der Irak ließ sich nicht beugen. Zehn Minuten später, nach einem präzisen, klaren Heber vonAmir Al Ammari, Aymen Hussein kam allen zuvor und wuchtete einen Kopfball in die rechte Torecke. 1:1, und ein Stadion, das zu träumen beginnt.
Der Patzer, der alles kippen ließ
Der Traum währte vier Minuten. In der 43.., als sich die Pause beim Gleichstand näherte, vermasselte Torhüter Jalal Hassan seinen Abschlag komplett und spielte den Ball direkt in die Füße von Erling Haaland, der ihn nur noch über die Linie drücken musste. 1:2 kurz vor dem Pausentee: ein furchtbarer Schlag für die irakische Moral, das mit gesenktem Kopf in die Kabine ging, nachdem es so gut bestanden hatte.
xG: 0.80 – 2.52
Schüsse: 11 – 12
Schüsse aufs Tor: 1 – 5
Hochkarätige Chancen: 1 – 5 · Eckbälle: 2 – 5 · Ballbesitz: 39% – 61%
Norwegen setzt sich ab
In der zweiten Halbzeit verwaltete Norwegen seinen Vorsprung, ehe es ihn ausbaute. In der 76..tauchte nach einem Eckball Leo Ostigård am ersten Pfosten auf und setzte einen wuchtigen Kopfball unter die Latte: 1:3, und die Sensation rückt endgültig in die Ferne. Zu seiner Ehre rettete Jalal Hassan sich für seinen Patzer, indem er einen weiteren Versuch Haalands abwehrte (83..) und dem Angreifer den Dreierpack verwehrte. Doch im letzten Atemzug der Begegnung verlieh das unglückliche Eigentor von Aymen Hussein dem Ergebnis eine Höhe, die der Spielverlauf nicht ganz vorgab.
Irakische Reue, ein gestartetes Norwegen
Das Endergebnis ist hart für eine irakische Mannschaft, die fast eine Stunde lang Paroli bot und sich einige Gelegenheiten erspielte, vor allem gegen Ende der ersten Halbzeit. Doch sie bezahlte zwei individuelle Fehler bar — zwei Handfehler, direkt am Ursprung von Toren — dort, wo das klinische Norwegen den Großteil seiner starken Phasen verwertete. Die Löwen Mesopotamiens müssen schnell einen Strich darunter ziehen; Norwegen hingegen geht mit drei Punkten und der Gelassenheit jener Teams ab, die ihre Chancen nicht verschenken.

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